alte Elektrolytkondensatoren - brandgefährlich Thema ist als GELÖST markiert

Moderator: duddsig

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ulbrichf
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alte Elektrolytkondensatoren - brandgefährlich

#1

Beitrag von ulbrichf »

Hallo iTELEXER,
besonders im Chat las ich hin und wieder wie sich Mitglieder über explodierende Kondensatoren und der resultierenden Brandgefahr austauschten.
Verunsichert habe ich letzten Nacht dann mal den Stecker vom Anschaltgerät gezogen. Bisher war ich der Menung, daß wegen des Metallgehäuses des Anschaltgerätes "SIEMENS Fernschaltgerät NL" ein explodierender Kondensator nicht gefährlich werden kann.

Sagt bitte, was hat in welchem Gerät ein gewissens erhöhtes Gefahrenpotential ? Sind es Elkos in den Anschaltgeräten oder in Fernschreibern selbst ?
Macht es Sinn Elkos ab einem gewissen Alter .. sagen wir mal 20 Jahre ... vorsichthalber zu tauschen, wenn die Geräte unbeaufsichtigt angeschaltet bleiben sollen ?

Wie sind da Eure Erfahrungen ?
NNNN

Gruß
Frank Ulbrich / DO2FU / 92158 ulbrichf d / TeKaDe FS220z gestört / T68D (online) / T1000S (online) / iTELEX FW 825 / TW39PLUS FW 330 / seriell speicher version FW 346 / ED1000 FW 330


Helge

Re: alte Elektrolytkondensatoren - brandgefährlich

#2

Beitrag von Helge »

Hallo Frank,

die Elko's in den FSG sind weniger das Problem als viele "Entststörkondensatoren" die dauernd an der Netz-
Spannung liegen.

Die Elkos in den Siemens-Geräten sind relativ ok, sie können eingetrocknet sein. Der im FSG liegt auch
an der internen Linienspannung und hat weniger auszuhalten. Im NL dürfe nix explodieren.

Ich weiss nicht was der FS 220 für ein NT hat, ich denke aber der hat ein konv. Netzteil, da dürfte auch wenig zu
befürchten sein. Wie ist deine Schaltung? Der FS220 hat Strom über die geschaltete Dose des FSG?
Dann ist es auch recht harmlos.

Bekannt und "gefürchtet" sind die Netzfilter von SEL/Lorenz.

Grüsse

Helge

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DF3OE
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Re: alte Elektrolytkondensatoren - brandgefährlich

#3

Beitrag von DF3OE »

Hallo Frank,

der Helge hat schon alles erwaehnt. Beim FSG NL und auch FS220 brauchst du keine Angst haben,...und bei anderen Geraeten
sollte man auch nicht hysterisch werden. Es knallt. Sicherung und FI "kommen" und das war's dann meist.

Wie Helge schon schrieb, ist alles was mit Netzspannung in Zusammenhang ist kritisch, also Netzfilter und Entstoerungskondensatoren
bei Fliehkraftreglern.
Jedoch hauptsaechlich bei Lorenz Geraeten, von Siemens habe ich solche Probleme noch nie gehoert.
Was mir allerdings bei Siemens in letzter Zeit bekannt geworden ist, sind Funkenloeschungskondensatoren in den
ganz alten Siemens T100(a) Maschinen. Frueher war ich da auch nicht der Meinung, aber mittlerweile wuerde
ich die auch vorsorglich austauschen.

Henning
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Helge

Re: alte Elektrolytkondensatoren - brandgefährlich

#4

Beitrag von Helge »

"Funkenloeschungskondensatoren in den
ganz alten Siemens T100(a) Maschinen"

Du meinst die an den Sendekontakten?

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DF3OE
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Re: alte Elektrolytkondensatoren - brandgefährlich

#5

Beitrag von DF3OE »

Ja, der ist "mitten" in der Maschine, 0,1 uF. Wie ich mich erinnere ist der fuer die Funkenloeschung
des Sendekontakts.
Zum Auswechseln musst du den Drucker abnehmen/abbauen.
bei meinem T100a Restaurierungsprojekt kannst du ihn sehen:

https://goo.gl/photos/svjnAVEj7c9EDrQB6

Es ist NICHT der "dicke" MP Motorkondensator. Mit dem gibt es ueberhaupt keine Probleme,
sondern ein kleinerer MP (im Original), der gegen diesen grauen eckigen gewechselt wurde.
Zuletzt geändert von DF3OE am So 1. Jan 2017, 18:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Helge

Re: alte Elektrolytkondensatoren - brandgefährlich

#6

Beitrag von Helge »

OK, gut zu wissen. Ich mache das dann wenn einer der anderen FS läuft.
Von der Spannung und der Belastung her sind die weniger gefährlich - es liegt
ja nur die Linienspannung an.

Die Maschine war aber wohl etwas feucht gelagert, da hatte ich mit meiner öligen mehr Glück.


Martin

Re: alte Elektrolytkondensatoren - brandgefährlich

#7

Beitrag von Martin »

DF3OE hat geschrieben:Hallo Frank,

Es knallt. Sicherung und FI "kommen" und das war's dann meist.

Henning
Bei den mechanischen Geräten sehe ich das auch so, da die meist ein Blechgehäuse haben. Nur - RCD (von den Laien gerne noch altmodisch als FI bezeichnet :point: :tongueflap: ) wenn es einen gibt. In vielen Haushalten ist nach wie vor ein TNC oder TNC-S Netz (für Henning :point: Nullung)
verbaut.

Dort sollte man dann wenigstens einen PRCD ( :point: FI-Zwischenstecker, ohne auf jemanden deuten zu wollen) verbauen, denn damit ist schon ein großer Fortschritt in Sachen Brandschutz getan.

Was ich aber jeden raten würde wäre entweder eine Isolationsmessung oder ersatzweise mal den Ableitstrom der Maschinen mal zu messen.
Beide Messungen verlangen den entsprechenden Sachverstand, hier kann man entweder viel Schaden anrichten oder ersatzweise sich das Leben nehmen. :headshot: . Besitzer von SEL-Geräten wird hier ein Licht aufgehen - oder das Licht am Ende des Tunnels, wenn die Finger zwischen PE und N hängen, wie man es nimmt.

Gruß
Martin


Martin

Re: alte Elektrolytkondensatoren - brandgefährlich

#8

Beitrag von Martin »

Noch ein kleiner Zusatz - der Löschkondensator parallel zu den Kontakten im Fliehkraftreger bei den Universalmotorenserien im T61 oder Lochstreifensendern (ist der gleiche Motor) ist viel kritischer. Gleiches gilt auch für den Lo15, auch hier ist mir der Kondensator schon durchgegangen, dann dreht der Motor in Durchgangsdrehzahl.

Bitte nicht den Fehler bei den Siemens Motoren machen und den Fliehkraftregler ohne Deckel betreiben um zu sehen ob der Regler klemmt --> Schrott.
Das Zeug fliegt euch um die Ohren.

Gruß
Martin

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